Als Heimatdichter, Komponist und Ortschronist lebte er nach dem Leitmotiv:

"De Hamitlieb, der beste Trieb"

 

Aus seinem Leben

  • geboren am 12. August 1893 in Schneeberg
  • Seine Eltern Max und Josephine Bauersachs stammen aus Sonneberg/Thüringen, der Vater war ein Puppenkopfmaler.
  • Edwin besuchte in Schneeberg 1 Jahr die II. Bürgerschule. Dann erfolgte der Umzug der Familie nach Rittersgrün. Dort besuchte Edwin die Volksschule bis 1908. Er erreichte sehr gute schulische Noten.
  • Beruflich schlug er die Beamtenlaufbahn ein – Verwaltung und Kassenwesen – und lernte 4,5 Jahre.
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  • Ab 1912 arbeitet er in der Stadtverwaltung Lauter als Hilfsexpedient, von 1914 bis 1915 als Hilfsexpedient in der Stadt Pirna.
  • 1915 bis 1918 folgte der Militärdienst, wobei er nach 1 Jahr im Truppendienst in der Verwaltungsarbeit tätig war.
  • Ab 1918 arbeitet Edwin in der Gemeindeverwaltung Lauter als Polizeiregistrator und arbeitet sich bis zum Verwaltungsinspektor empor.
  • 1921 wurde er Leiter des Standesamtes und hatte die Aufsicht über den gesamten Verwaltungsbetrieb.
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  • 1923 heiratet er die Kriegswitwe Johanne Gertrud Voigtmann, geb. Baumgärtel, die 1 Sohn mit in die Ehe brachte
  • 1926 wurde Sohn Gottfried geboren.
  • 1931 baut er sein Haus in der Antonsthaler Straße 14
  • 1945 wegen Mitgliedschaft in der NSDAP (seit 1933) entlassen
  • verpflichtet zur Arbeit als Bergmann bei der SDAG Wismut
  • am 22. August wurde ihm offiziell bescheinigt, dass er nur als nominelles Mitglied der NSDAP anzusehen sei.

 

 

  • gest. am 10.10.1948 im Bergarbeiterkrankenhaus in Kirchberg an einem Magen-leiden
  • seine Urne wurde auf dem Friedhof in Lauter beigesetzt.
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Aus seinem Schaffen

 

  • seine Dichtungen sind Ausdruck für innige und empfindsame Heimatliebe
  • er feilte seine Arbeiten akribisch aus
  • er war in Lauter und Umgebung beliebt und wurde verehrt
  • wie sein Wesen, so waren auch seine Arbeiten heimattreu, unverdrossen, freundlich und bescheiden
  • er schrieb Gedichte in Mundart und Hochdeutsch (bestimmt für die Gäste des Erzgebirges?)
  • viele seiner Gedichte wurden in der Tageszeitung für Aue, Schneeberg und Schwarzenberg „Erzgebirgische Volksfreund“ in der Beilage „Heimatblätter“ gedruckt
  • 1935 erschien sein einziges Buch „Erzgebirgsblumen“
  • 59 Gedichte in Hochdeutsch, 15 Gedichte in Mundart und 11 Erzählungen im Dialekt
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  • 50 Lieder getextet und vertont, veröffentlicht im Liederheft „Lied aus der Haamit“
  • Bekannteste: „Arzgebirg, mei Arzgebirg“, „Frühgahr“, „´s is Weihnachtszeit“, „Weihnacht über Wallern“, „Wiegnlied“, „Alles macht miet“ (Ketschellied)
  • Er verfasste und vertrieb seine Liedpostkarten
  • Eine Ortschronik von Lauter, leider geschrieben in Gabelsberger Stenographie, befindet sich im Besitz des Museums in Aue
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gesungen vom Männergesangsverein ARION 1864

Quellen:

www.wikipedia.org

Artikel von F. A. Zimmer aus Bernsbach aus Anlass des 70. Geburtstages H. Uhlig in der Zeitschrift „Glückauf“ des EV von 1941

Festschrift zur 50 Jahr-Feier des Schulhauses Lauter, 1949

Lauter in alten Ansichten, Teil 1 und 2, Horst Scharf