Quellen:

www.wikipedia.org

Artikel von F. A. Zimmer aus Bernsbach aus Anlass des 70. Geburtstages H. Uhlig in der Zeitschrift „Glückauf“ des EV von 1941

Festschrift zur 50 Jahr-Feier des Schulhauses Lauter, 1949

Lauter in alten Ansichten, Teil 1 und 2, Horst Scharf

Bruno Herrmann

(* 16. Dezember 1870 in Königswalde; † 01. Dezember 1927 in Leipzig, begraben in Lauter)

Er stammte aus dem Erzgebirge und war mit verantwortlich, dass Lauter sich zum Dichterwinkel entwickelte, gemeinsam mit Hermann Uhlig (Der Heimat ehre, allzeit mehre Spruch über der Turnhalle), Edwin Bauersachs und Max Pickel (Aus der Heimat alle Kräfte – für die Heimat alle Kraft!). Er legte nebenberuflich mehrere Mundartdichtungen vor. Auf der kleinen Bühne in der Schulturnhalle wurden kleine Heimatstücke aufgeführt und mit viel Beifall aufgenommen.

Bruno Herrmann amtierte unter anderem in Lößnitz und Lauter als Bürgermeister. In Lauter trat er dieses Amt am 15. März 1900 an und übte es fast 25 Jahre aus. Für seine vorbildliche Verwaltungstätigkeit wurde er 1917 mit dem Titel „Kammerrat“ geehrt.

gallery/herrmann

Am 20.01.1901 gründete er in Lauter in der Gaststätte „Fischers Gasthaus“ den Erzgebirgszweigverein Lauter und wurde zum ersten Vorsitzenden gewählt.

Zu seinen bekanntesten Werken zählt der Text zum Lied "Dorten ubn sei mir derham".

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Weitere seiner Lieder, darunter Dr zefriedene Kiehgung wurden von Arthur Vogel auf Liedpostkarten vertrieben.

Von 1915 bis zu seinem Tod war er Vorsitzender des Vereins „Erzgebirgsverkehr, Gemeindeverband zur Hebung des Fremdenverkehrs im Erzgebirge“. Er nahm 1922 die Weihe des Aussichtsturms auf der Morgenleithe vor. Nach seinem Tod 1927 gab der Erzgebirgszweigverein Lauter, dessen 1. Vorstand er bis zu seinem Tod war, die wichtigsten Dichtungen Herrmanns unter dem Titel Lauterer Spakörble (zusammengestellt von Edwin Bauersachs) heraus.

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Dorten ubn sei mir derham

 

Wu sich Sachsen grenzt mit Bähme, Barg un Walder schockweis stieh,
hunnert Bachle munner rauschen, Blümla uhne Zohl still blüh,
dorten ubn sei mir derham, dorten gibt´s a lustig Laabn,
nirgnst aah is de Walt su schie, uns zieht´s nooch der Haamit hi,
uns zieht´s nooch der Haamit hi.

 

Alle Staadtla, Dörfer, Haisla gucken hall ins Tol ubn nei,
un de Leit mit flässing Händen basteln zam viel Wunner fei;
dorten ubn ...  usw.

 

Saaht bei Krax un Klippelsackel sei mer frisch un sei mer fruh,
singe, springe, lachen, tscheekern, tanzen, un verwugn gieht´s zu:
dorten ubn ...  usw.

 

Rauchemad un Kließ un Getzen brengt kaa Mensch wie mir fei zam,
un schickt Gottamol a Watter, is mer net gleich flügellahm.
dorten ubn    usw.